Integration

Gar nicht so einfach !!

 

Der überwiegende Teil der von uns unterstützten Familien sind Roma.

War uns Anfangs die Problematik noch nicht klar, wurde uns jedoch bald bewusst, dass es hier nicht um ein unterschwelliges „Nichtmögen“ ging.

Nein, es war Hass und offen ausgelebte Diskriminierung.

Und es geht nicht „nur“ um die Diskriminierung von Roma.

Auch Menschen mit Behinderung und Heim- und Pflegekinder werden abgelehnt, ausgegrenzt und als minderwertig behandelt.

Die Ausgrenzung erfolgt nicht nur durch die Bevölkerung, sondern wird auch - fast schon systematisch - von Behörden, Ärzten, Lehrern usw. praktiziert.

Am Anfang wurden wir ausgelacht, dass wir für „die“ etwas tun wollen.

Dann torpedierte man direkt unsere Projekte – und hasste uns genauso abgrundtief wie die Roma selbst.

Wir ignorierten die offenen Anfeindungen und begannen mit unserer Arbeit.

Wir begannen, die Kinder zu bilden und damit auch zu sozialisieren, verbesserten die Wohnverhältnisse, halfen den Eltern Jobs zu finden, ernährten die Familien, verbesserten Hygiene und Gesundheitsvorsorge.

Heute ist es in Sura Mare beispielsweise ganz normal, dass ein Roma neben dem Rumänen sitzt und dass sie in der Pause zusammen spielen. Echte Freundschaften sind entstanden.

Die Chancen sind hoch, dass sie sich auch als Erwachsene nicht aus dem Weg gehen.

Im Kinderhaus leben Kinder mit und ohne Behinderung zusammen.

Wir sind damit noch immer das einzige Projekt im Landkreis Sibiu, dass dieses Konzept umsetzt.  Konnten wir Kritiker überzeugen?

Ja, ganz langsam geht es voran.

Lehrer zeigen Interesse an der Förderung der Kinder, Behörden kooperieren mit uns.

Noch immer lehnen potentielle Arbeitskräfte die Arbeit in unseren Projekten als unzumutbar ab.

Noch immer werden unsere Kinder auf Ausflügen angefeindet, ja angespuckt und beschimpft.

Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Und wir sind bereit, alle weiteren Schritte mit ihnen zu gehen.